Alaskan Malamute Kayla
11.12.2010


Zu allererst ein riesengrosses Dankeschön an die Polarhundestation Süd!!!



Unsere Kayla

Seit nunmehr 3 Wochen haben wir unser neuestes Familienmitglied Kayla. Sie ist ein Alaskan Malamute, Alter ca. 3 Jahre und aus der Polarhundestatin Süd ( http://www.polarhunde-nothilfe.com ).

Durch Zufall fanden wir die Homepage der Polarhundestation und da wir schon lange wieder einen Hund wollten, verliebten wir uns sofort in diese Rassen. Als wir uns dann mehrere Monate über solche Hunden schlau gemacht hatten, war die Entscheidung gefallen. Auch wenn bestimmt viele jetzt sagen werden: "So ein Tier bei uns zu halten ist nicht Artgerecht usw." sind wir der Meinung, jetzt sind diese Hunde da und warum sollte man diesen wünderschönen Tieren dann nicht ein Zuhause gönnen. Dass es ein Hund aus einem Tierheim oder einer Auffangstation sein soll war von Anfang an klar.

Dass sich im besten Fall immer der Hund das Herrchen aussucht war auch bei unserer Kayla so. Schon 30sec. nach dem Betreten der Station hatte sie sich ihre neue Familie rausgesucht. Sie nahm die Hand von mir in ihr nicht gerade kleines Maul ( jedoch ohne zuzubeissen) und ließ nicht mehr los. Obwohl wir eigentlich einen Rüden wollten und auch zuerst noch mit einem Huskyrüden spazieren gingen, war die Entscheidung doch schon gefallen! Nach weiteren Besuchen an den Wochenenden kam dann an einem Samstag der grosse Tag.

Wir nahmen unsere Kayla mit in ihr neues Heim.

Wir waren sehr überrascht wie ruhig sie in ihrem neuen Heim ist, richtig lebendig wird sie nur wenn man mit ihr spazieren geht oder mit ihr spielt. Selbst das Spazierengehen ist mit Kayla sehr angenehm, sie zieht nicht und setzt auch ihre "Malamutekraft" (Diese Hunde können rollende Gewichte mit bis zu 600kg bewegen) nur ein wenn z.B. eine Katze den Weg kreuzt. Doch selbst da ist sie sehr leicht zu händeln. Auch Fremde, die einem begegnen, sind nur dazu da sie zu streicheln und bei Kindern flippt sie total aus (Kinderlieb bis zur Selbstaufgabe).

Auch wenn der Malamute meist als Sturkopf, eigensinnig, futterneidisch, folgt nicht usw. bezeichnet wird unsere Kayla nicht. Sie liebt es wenn man sie bürstet, mit ihr schmust, einfach sich mit ihr beschäftigt. Aber auch wenn man gerade keine Zeit für sie hat, ist Kayla der liebste Hund auf der Welt. Wenn wir beim Essen sind liegt sie daneben und kennt kein betteln oder wie andere Hunde sogar sabbern.

Wir haben den besten Hund der Welt













Update! 09.01.2011

Seit nunmehr 4 Wochen ist Kayla bei uns. Sie hat sich prächtig entwickelt. Langsam setzt sie an Muskelmasse zu. Ausser ihrem Malamute Dickschädel (in der Vorzeit wurde halt doch mal ein Esel mit eingekreutzt) hat sie keinerlei typische Wesensarten.

zerstören wegen Langeweile => gibt es nicht
fressen was nur geht oder auf Vorrat => im Gegenteil man muss sie teilweise von Hand füttern
Dominanzverhalten gegenüber Ihrem Rudel sehr ausgeprägt => bisher nein

Erzieherische Massnahmen gegenüber unserer Jüngsten (13 Jahre) übt sie zwar aus, aber nur zum Positiven was uns natürlich zu Gute kommt.

Kayla läuft beim Spazierengehen meist frei, ohne Leine und lässt sich selbst von Jagdwild abrufen!!!









Update! 12.10.2011

Seit 11 Monaten lebt Kayla nun bei uns und es ist als ob sie schon immer bei uns gewesen wäre!

Zwischenzeitlich versuchten wir Kayla an einem Tretroller zum Ziehen zu bewegen um ihr mehr Abwechslung zu ermöglichen.
Dies ging jedoch voll in die Hosen denn Kayla zieht nicht!
Danach versuchten wir (einfach mal zum Spass) ihr Packtaschen aufzulegen und diese wollte sie gar nicht mehr ablegen! Wenn wir die Packtaschen einpacken und zum Auto gehen tanzt sie uns schon zwischen den Füssen umher. Legt man ihr diese dann auf kann sie es gar nicht erwarten bis es endlich losgeht und bekommt vom Laufen nicht genug.

Als sie zu uns kam hatte sie ein Stockmass von 62cm und 36kg gehabt, jetzt sind es 66cm und 43kg! Unser Tierarzt meinte sie stände zwar gut im Futter, was aber nach dem warmen Sommer und die dadurch relativ geringe Bewegung auch kein Wunder sei, aber sie wäre definitiv nicht zu dick das wären alles nur Muskeln!

Zwischenzeitlich gab es natürlich auch wieder Begegnungen mit Wild. Einmal blieb mir fast das Herz stehen als Kayla ein Rehkitz aufstöberte. Ich dachte schon das wars für das Junge, aber nein, sie leckte ihm das Maul und als die Alte aus dem Wald blöckte stellte sie sich gegen die besorgte Mutter. Erst als ich Kayla am Halsband um ein Gebüsch führte, kam die Ricke aus dem Wald und holte ihr Kitz ab.

Ins Wasser geht sie zwar, aber Wasser ist zum Saufen und die Füsse bzw. den Bauch kühlen jedoch ja nicht für mehr da. Wenn wir spazieren gehen und es fängt an zu regnen ist dies in Ordnung, sollte es aber schon Regnen wenn man mit ihr zur Haustüre rauswill, kann es pasieren, dass sie auf dem Absatz kehrt macht.

Kayla ist zwischenzeitlich sehr selbstständig geworden. Wir bemerken dies z.B. auch beim Gassi gehen. Wenn wir um eine Kurve "verschwinden" gerät Madame kein bischen in Panik oder rennt einem gleich nach, nein wenn sie gerade am Mäuse ausgraben ist oder sonst etwas in der Nase hat kommt sie zwar auf Zuruf, erfolgt dieser Ruf jedoch nicht lässt sie sich Zeit, denn sie kennt ja die Wege. In fremdem Gelände bleibt Kayla aber immer in unserer Nähe.

Dass Kayla sich zu Hause fühlt merken wir auch daran, dass sie ihr Rudel vor anderen Hunden, die Familienmitglieder "dumm anmachen", oder sogar Personen die ihr unheimlich sind bzw. uns bedrohen verteidigt.